Pilzerkrankungen

Pilze (Fungi) sind eukaryotische Lebewesen, zu denen biologisch sowohl Einzeller wie die Backhefe als auch Vielzeller wie die Schimmelpilze und die Ständerpilze gehören. Pilze vermehren und verbreiten sich geschlechtlich und ungeschlechtlich durch Sporen und vegetativ durch Ausbreitung. Beim Menschen können Pilze verschiedene Pilzkrankheiten hervorrufen.

Als Mykose oder Pilzerkrankung bezeichnet man eine durch Pilze verursachte Infektionskrankheit. Bei einer menschlichen Mykose breiten sich die Erreger parasitär auf dem oder im lebenden Gewebe von Menschen aus. Es wird unterschieden zwischen Dermatophyten (Fadenpilzen), Hefen (Sprosspilzen) und Schimmelpilzen. Nach der Lokalisation lassen sich Mykosen in oberflächliche und systemische Mykosen einteilen. Zu den oberflächlichen Mykosen gehören Pilzinfektionen der Haut (verursacht durch Dermatophyten). Bei systemischen Mykosen gelangen die Pilze in den Blutkreislauf und befallen die inneren Organe. Systemische Mykosen des Menschen sind ernsthafte Erkrankungen und befallen normalerweise Menschen mit einem sehr geschwächten Immunsystem.

Patienten mit invasiven Pilzerkrankungen werden von uns entweder in der infektiologischen Ambulanz oder im Rahmen des Konsiliardiensts im Spital betreut. Für die Behandlung der oberflächlichen Mykosen sind die Kollegen der Dermatologie zuständig.